Nobitz. Volle Hütte am 25. April 2026 im Theaterzelt Altenburg zum Jubiläumskonzert des 1. Ost-thüringer Blasorchesters Nobitz. „Auch ich war ein Fan von einigen Legenden unserer Musikgeschichte, die wir heute hören werden. Schon die Medleys von Frank Sinatra und Bert Kaempfert gleich zu Beginn des Konzerts hievten mich vor Freude vom Sitz“, sagte der 78-jährige  Ronneburger Jürgen Deiner, der dann gleich noch gespannt auf den „Kriminal-Tango“ war, den das Hazy Osterwald Sextett 1959 interpretierte. Mit Blick auf die 27 Orchestermusiker um Saxophonistin Jeannette Edel, Tenorhornbläser Julian Dietzsch und die Schlagzeuger Tobias Kluge und Udo Schnabel betonte
Orchesterleiter, Dirigent, Sänger,  und Moderator Maik Gräfe: „Wir haben zu unserem 65-jährigen
Orchesterjubiläum Musik mitgebracht, die legendär ist und deren Interpreten und Komponisten Musikgeschichte geschrieben haben“. Beim Lied „Griechischer Wein“ von 1974, das Udo Jürgens unvergesslich macht, schwang das Publikum beherzt und beeindruckend lichtspendende Handys. „Berauschender geht’s nicht“, meinte Besucherin Lisa Kohler aus Altenburg, die dann auch beim Lied „Über 7 Brücken musst du geh`n“

ihr Handylicht freudvoll zum Einsatz brachte. Gastsängerin Amelie Schünemann vom Altenburger Orchester „Da Capo“  brillierte derweil unter anderem mit Liedern wie „I can-I will“. Nach der Pause tönte es mit einer Marschparade á la Robert Stolz flott weiter durch das Theaterzelt. Ein Liederreigen, der das Böhmerland in schönste musikalische Farbklänge tauchte folgte. Orchesterchef und Interpret Maik Gräfe sang das Lied „Rauschende Birken“ fabelhaft und führte so musikalisch das Publikum bestens in den Böhmerwald. „Orchesterleiter Gräfe ist ja fast selbst schon ein Gesangsstar“, meinte Erna Petersen aus Glauchau und klatschte feste Beifall. Letztlich ließ unter der Vielzahl der legendär-musikalischen Hits auch ein Nena-Song musikalisch „99 Luftballons“ aufsteigen. Der Altenburger Stefan Lußky resümierte: „ Wir erlebten heute eine außerordentlich vielseitige und zauberhafte Musikszenerie.“  Nach tosendem Applaus gegen Ende des Konzertes trumpfte noch nach Rufen bezüglich Zugabe der über Jahrzehnte beliebte Original-Herzbube Wolfgang Schwalm mit dem Lied „Herzilein“ auf. Der „Wildecker Herzbube“ gehört schon seit längerer Zeit dem Nobitzer Blasorchester an und lud schließlich noch zum traditionellen „Schlachtfest mit Musik“ am 21. November 2026 in die Mehrzweckhalle Nobitz ein. Für langjährige Mitgliedschaft im Nobitzer Blasorchester ehrte man Orchesterleiter Maik Gräfe, Klarinettist Karsten Hetzel, Flötistin Gabriele Pester und Trompeter Peter Missbach. Foto/Text: Wolfgang Riedel