Altenburg. Der Frankfurter Künstler Hannes Möller widmet sich seit 2007 in seinem Bibliotheken-Projekt besonderen historischen Büchern als Porträt-Motiv, die er in groß- und kleinformatigen Arbeiten in Aquarell-/Gouache-Technik umsetzt. Zum intensiven Arbeitsprozess gehören Besuche historischer Bibliotheken und Archive, Gespräche mit deren Leitern, Forschern und Restauratoren sowie die Sammlung fotografischer Eindrücke. Im Atelier entstehen daraus verblüffend realistisch wirkende Ausschnitte von Buchgruppen oder überproportional vergrößerte Details von Einzelwerken. Auf der Suche nach geeigneten Motiven beschäftigte sich Möller unter anderen mit der Bibliothek des Zisterzienserklosters Eberbach im Rheingau, der zerstörten Universitätsbibliothek in Leuven, mit den verbrannten Büchern der Herzogin Anna Amalia Bibliothek und der Humanisten-Bibliothek im elsässischen Sélestat. Im Rahmen seines Solitaire-Zyklus fertigte Möller auch ein Werk zur historischen Kunstbibliothek Bernhard August von Lindenaus im Lindenau-Museum Altenburg an.
Die Goethe Gesellschaft Altenburg hat den Künstler eingeladen, sein Bibliotheken-Projekt näher vorzustellen. Im Gespräch mit Dr. Roland Krischke (Direktor der Altenburger Museen) am Montag, 13. April 2026, gibt er anhand verschiedener Beispiele Einblick in seine künstlerische Vorgehensweise, die ihn immer wieder in deutsche und europäische, bekannte und weniger bekannte Büchersammlungen, eigentlich Bücherwelten, eintauchen lässt.
Beginn des Gesprächsabends ist 18.00 Uhr, in der Kunstgasse 1(Interim des Lindenau-Museums Altenburg). Der Eintritt ist frei. Spenden zur Unterstützung des Kulturprogramms der Goethe Gesellschaft Altenburg e. V. sind dem Veranstalter sehr willkommen.
Alle Veranstaltungen der Goethe Gesellschaft Altenburg e. V. im Jahr 2026 sind im Internet unter www.goethe-altenburg.de zu finden. Goethe Gesellschaft
Altenburg e. V.
Foto: Jasmin Leckelt
