Altenburg. Bereits Mitte August 2024 berichtete der KURIER über das Grundstück in der Käthe-Kollwitz-Straße 3/5. Damals umriss der Eigentümer des Areals, Timo Waniewski, die geplante Erschließung und Bebauung des Geländes. Wegen der langwierigen Genehmigungsphase ließen sich die Details zu diesem Zeitpunkt jedoch nur grob darstellen.
Nun wandten sich Bürger aus den benachbarten Wohnhäusern des Bauplatzes an den KURIER, da durch die derzeitige Baumaßnahme verschiedene Problematiken auftraten.
Konkret erbaten wir um Auskunft zu Art, Zweck und Zeitplan der Baumaßnahmen sowie zur geplanten Bebauung (Anzahl der Eigenheime und Wohneinheiten im Mehrfamilienhaus). Darüber hinaus erfragten wir die Gründen für den Abriss einer früher vorhandenen Mauer im Zuge der Vermessungsarbeiten und ob Maßnahmen zum Schutz der Anwohnerschaft vor Baustaub – beispielsweise durch eine Schutzplane – vorgesehen seien.
Ein weiterer Schwerpunkt umfasste die Kommunikation mit den Anwohnern. Diese wünschten sich frühzeitigere und transparentere Information über die Bauarbeiten und deren Ablauf.
Zudem stellten wir Fragen zur geplanten Zufahrtsstraße entlang des Hauses Käthe-Kollwitz-Straße 7 gestellt, insbesondere ob und unter welchen Voraussetzungen die Mieterinnen und Mieter der Häuser 7 und 9 diese nutzen könnten.
Schließlich ging es um Sicherheitsaspekte auf und rund um die Baustelle. Dabei stehen sowohl der Schutz von Kindern, die in den Miethäusern leben, vor dem Betreten des Baustellengeländes als auch Maßnahmen gegen unbefugten Zutritt und mögliche Diebstähle im Fokus.
Antwort von Timo Waniewski: Die Baugrundstücke werden derzeit erschlossen, um alle erforderlichen Medien und Anschlüsse zu verlegen. Die Fräs- und Baggerarbeiten im Rahmen der Erschließung werden voraussichtlich bis Ende Juni abgeschlossen sein. Dabei beziehe ich mich ausschließlich auf die Erschließungsmaßnahmen und nicht auf die einzelnen Bauvorhaben.
Aktuell befinden sich drei Einfamilienhäuser im Bau. Zwei weitere Baugrundstücke wurden bereits verkauft. Darüber hinaus stehen derzeit noch zwei Grundstücke zum Verkauf.
Das Baugeschäft Waniewski ist lediglich für die Erschließungsarbeiten und Zufahrten verantwortlich und nicht für die Errichtung der einzelnen Bauvorhaben.
Das Mehrfamilienhaus befindet sich noch nicht in der konkreten Planung. Nach aktuellem Stand ist von etwa vier bis sechs Wohneinheiten auszugehen.
Bei der Mauer handelte es sich um einen alten Garagenkomplex. Dieser wurde im Zuge des Grundstücksverkaufs sowie zur Herstellung der Zufahrt zurückgebaut.
Für die Unannehmlichkeiten, die durch die Staubentwicklung entstanden sind, möchten wir uns entschuldigen. Dieser Abschnitt der Arbeiten wird in Kürze abgeschlossen sein. Die erhöhte Staubbelastung ist darauf zurückzuführen, dass der Untergrund stark mit Gestein durchzogen ist und deshalb eine Fräse eingesetzt werden musste.
Ich bin überwiegend auf der Baustelle tätig und stehe Ihnen bei Fragen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.
Da es sich bei dem gesamten Baugebiet um Privatgrundstücke handelt, ist die Nutzung ausschließlich den jeweiligen Eigentümern vorbehalten. Das Baustellengelände ist von der Käthe-Kollwitz-Straße aus weiterhin eingezäunt, und das Tor bleibt geschlossen, sofern keine beteiligten Personen vor Ort sind.
Zum Schutz ihres Eigentums ist jeder Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Selbstverständlich bot der frühere Garagenkomplex einen gewissen Sichtschutz, der durch dessen Rückbau entfallen ist.
Die Anfrage stellte Silke Konzag.
Anmerkung der Redaktion
Die Redaktion hatte zudem versucht, mit dem Vermietungsunternehmen der Wohnhäuser in der Käthe-Kollwitz-Straße 7/9 in Kontakt zu treten, um offene Fragen der Mieter in diesem sowie in weiteren Anliegen zu klären.
Dabei ging es unter anderem um die entfernte Mauer an der Käthe-Kollwitz-Straße 7, die Sicherheit der Anwohner und Kinder während der Bauarbeiten sowie mögliche Sondermietvereinbarungen aufgrund der Beeinträchtigungen durch Lärm, Staub und Schmutz. Außerdem fragten wir nach möglichen Einigungen mit dem Bauherrn hinsichtlich einer künftigen Grundstücksabgrenzung sowie der Nutzung der geplanten Zufahrtsstraße.
Weitere Punkte unserer Anfrage betrafen den Zustand des Nachbargrundstücks in der Käthe-Kollwitz-Straße 11 sowie die zeitliche Vorgehensweise bei der Erstellung der Nebenkostenabrechnung zur fristgerechten Einreichung im Rahmen der Steuererklärung.
Antwort des Vermietungsunternehmens: Bis zum Redaktionsschluss erhielt der KURIER keine Rückmeldung. Sobald diese bei uns eingeht, werden wir darüber berichten.
Fotos (2): ©sk
BU-Foto 1 (Bauprojekt Käthe-Kollwitz-Straße Altenburg):
Im Bildvordergrund erkennt man die direkte Abrisskante vom Grundstück der Käthe-Kollwitz-Straße 7 zum Bauplatz.
BU-Foto 2 (Bauprojekt Käthe-Kollwitz-Straße Altenburg 1):
Blick auf die Erschließungsarbeiten auf dem Bebauungsareal in der Käthe-Kollwitz-Straße 3/5 in Altenburg.
