Ponitz/OP Zschöpel. Zum Tag der offenen Tür am Samstag, dem 23. Mai 2026, in der Kulturbauhütte in Zschöpel – einem mit Bundesmitteln geförderten Projekt der Gemeinde Ponitz im Rahmen der „Sozialen Dorfentwicklung“ – waren zahlreiche Gäste eingeladen.

Es wurde gestempelt, gedengelt, geschliffen, geschnitzt und gefachsimpelt. Ralph und Irina waren extra aus dem Saale-Holzland-Kreis nahe Bad Klosterlausnitz angereist.

Bei Roster und Freibier auf dem Freigelände der Kulturbauhütte entwickelte sich ein wunderbarer Erfahrungsaustausch zwischen Gästen und Teilnehmern rund um thüringische Geschichte und traditionelles Handwerk. Außerdem wurde Brennnesseltee verkostet, Rezepte wurden ausgetauscht und neue Pläne für zukünftige Projekte geschmiedet.

Gesucht wurden an diesem Tag auch Bilder und Geschichten rund um das ehemalige Restaurant „Bergschlößchen“ oder die Poststelle, als diese noch in Betrieb war. Falls es noch Zeitzeugen oder Interessierte gibt, die Material zur Verfügung stellen könnten, könnten sich gern an die Gemeinde Ponitz oder telefonisch unter 0152/ 33875780 wenden.

„Ein Dank gilt allen Unterstützern des Projektes und allen Akteuren, die ihr Handwerk an diesem Tag vorstellten und damit bereichernd zum Gelingen beitrugen. Zudem gilt mein Dank dem Unternehmen Stempelhaus Claus Gleitsmann aus Altenburg für die Leihgabe der historischen Stempel. Im Übrigen trägt Claus Gleitsmann seit 50 Jahren den Meistertitel im Graveurhandwerk und kann auf eine 118-jährige Familientradition zurückblicken“, erklärte Projektleiterin Katrin Lange gegenüber dem KURIER.

Katrin Lange/Silke Konzag

 

Hintergrund der bundesweiten Förderung

Das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit Sitz in Bonn legte mit dem BULEplus – Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung verschiedene Programme auf, die Modellprojekte und -regionen, Wettbewerbe, Forschung sowie den Wissenstransfer fördern und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen stärken.

Die Fördersummen variieren je nach Förderaufruf. Die maximalen Fördergelder liegen bei bis zu 200.000 Euro beziehungsweise bis zu 300.000 Euro pro Projekt bei einer Laufzeit von bis zu 30 Monaten. 

Wer mehr über die verschiedenen Förderprojekte erfahren möchte, findet unter https://land-zukunft.de weitere Informationen. 

Zudem kann man sich über aktuelle Förderaufrufe, Fristen und Unterstützungsmöglichkeiten sowie die Kontaktaufnahme unter https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/BULE/BULE_node.html informieren.

 

 

BU-Foto:

Mit viel Engagement bereiteten die Akteure die Mitmach-Aktion rund um Handwerk und Heimatpflege in Zschöpel vor. 

Fotos (3): Katrin Lange