Falkenhain. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger kamen am gestrigen Donnerstag (20. August 2026) in Falkenhain zusammen, um sich über die aktuelle Situation rund um den anhaltenden Kohleschwelbrand auszutauschen, offene Fragen zu stellen und gemeinsam auf konkrete Antworten und weitere Schritte hinzuwirken.
Im Mittelpunkt des Abends stand dabei ausdrücklich nicht die Konfrontation, sondern der sachliche und direkte Dialog. Bürgerinnen und Bürger erhielten die Möglichkeit, ihre Fragen, Sorgen und Erwartungen einzubringen und diese gegenüber den anwesenden Verantwortlichen und Vertretern der beteiligten Stellen zu formulieren.
Vorbereitet wurde die Veranstaltung durch ein engagiertes Kernteam sowie zahlreiche Netzwerker und Helfer aus Falkenhain und den umliegenden Ortschaften. In den vergangenen Tagen waren Kontakte geknüpft, Informationen gesammelt, Fragen gebündelt und viele Menschen miteinander vernetzt worden. „Wir sind nicht zusammengekommen, um möglichst laut zu sein. Wir sind zusammengekommen, um gemeinsam gehört zu werden“, fasst Mitorganisator Manuel Fröschke den Grundgedanken des Abends zusammen. Dabei wurde deutlich, dass die Menschen vor Ort vor allem Transparenz, nachvollziehbare Informationen und konkrete Perspektiven für den weiteren Umgang mit der Situation erwarten. Gleichzeitig zeigte die Veranstaltung, dass ein respektvoller und friedlicher Austausch auch bei einem Thema möglich ist, das viele Menschen seit Wochen bewegt.
Mit dem gestrigen Abend soll die gemeinsame Arbeit deshalb nicht beendet sein. Die angesprochenen Fragen, Aussagen und Ergebnisse sollen nun ausgewertet und offene Punkte weiterverfolgt werden. Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, dem Kernteam, den Netzwerkern sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Teilnahme und ihre Fragen zu einem konstruktiven Abend beigetragen haben.
Das gemeinsame Ziel bleibt: sachlich bleiben, miteinander im Gespräch bleiben und bei den offenen Fragen weiterhin konsequent dranbleiben.
Bürgerinitiative Falkenhain
Anmerkung der Redaktion:
Rund um das anhaltende Brandgeschehen wurden inzwischen auf der Online-Plattform change.org zwei Petitionen ins Leben gerufen. Die Bürgerinitiative Falkenhain fordert unter anderem unabhängige Luftschadstoffmessungen in den betroffenen Wohngebieten – insbesondere bei stärkerer Rauch-belastung sowie in den Abend- und Nachtstunden – und eine verständliche gesundheitliche Einordnung der Ergebnisse. (Petitions-Link: https://www.change.org/p/wir-wollen-wissen-was-wir-einatmen-luftmessungen-für-mumsdorf-falkenhain-und-umgebung)
Eine weitere, von einer Privatperson gestartete Petition fordert unter anderem eine schnellstmögliche Umsetzung der geplanten Maßnahmen zur Brandbekämpfung, kontinuierliche Luftqualitätsmessungen an mehreren Standorten sowie eine regelmäßige Veröffentlichung und verständliche Einordnung der Messwerte. (Petitions-Link: https://c.org/2B4rhRgGdN)
