Lumpzig/OT Braunshain. Zwei hellblaue Augen, eine kalte, nasse Nase und weiches Fell – unbemerkt hatte sich jemand angeschlichen, begrüßte mich freundlich über den Gartenzaun hinweg und ließ sich streicheln. Wissen Sie, welches Tier das sein könnte? Ja, richtig: ein Husky.

Begegnungen dieser Art erfreuen einen und zaubern ein Lächeln ins Gesicht. Leider konnte ich die Besitzer des Tieres zunächst nicht entdecken, dafür aber zwei weitere lebensgroße und originalgetreue Exemplare in Weiß und Schwarz. Bei einem weiteren Besuch Mitte Juli in Braunshain gelang es mir schließlich, mit den Besitzern zu sprechen. Jana Meyer erzählte: „Wir lieben Pferde und Hunde. Deshalb sind diese Figuren symbolisch zu betrachten. Wir sind auch kein Reiterhof. Der Wolf steht für unsere zwei Huskys und das weiße Pferd für unsere eigenen Pferde Eamonn und Paul – zwei Irish Cob. Vor acht Jahren haben wir den Wolf erworben und etwa zwei Jahre später kam das Pferd dazu. Wegtragen? Fehlanzeige!“

Gemeinsam mit ihrem Partner hat sie die aus Treibholz hergestellten „tierischen“ Exemplare in den Niederlanden bestellt und anschließend angestrichen, um das Holz zu schützen. „Bewacht“ werden die beiden Figuren, wie ich nun ebenfalls erfuhr, von einem Husky-Pärchen: Louis aus Serbien und Loki aus Rumänien. Beide wurden durch die Tierschutzorganisation „Hope for Future e. V.“ aus Hassloch in klimatisierten Fahrzeugen nach Deutschland gebracht und sind nun die treuen Begleiter der Familie.

Die Tiere, die vermittelt werden, kommen meist aus Tötungsstationen oder wurden ausgesetzt und von Tierfreunden in den jeweiligen Ländern gerettet. Mehr dazu findet man unter https://www.hope-for-future.com.

Jana Meyer und ihr Partner sind mit ihren Tieren, ob lebendig oder hölzern, überglücklich. Sie legen größten Wert auf eine artgerechte Haltung und eine geschmackvolle Dekoration. „Es ist immer wieder schön, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und sich gleichzeitig wohl und frei fühlen kann.“

Silke Konzag