Mockzig. Die Agrar T & P GmbH Mockzig lud am Montag, dem 15. Juni 2026 zum 41. Feldtag ein. Hier fand die Sortenbesichtigung im Raps, im Weizen und in der Gerste statt. Tom Bauch, Leiter der Pflanzenproduktion der Agrar T & P Mockzig bat Christian Guddat und Sebastian Lahr vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum die Sorten-versuche vorzustellen. „Wir kön-nen aus unabhängiger Sicht auf Basis der Ergebnisse, die wir im Landessortenversuch erzielen, unsere Erklärungen machen“, so Lahr, der im Landesamt für Raps verantwortlich ist. Insgesamt werden in Mockzig 27 Sorten Weizen und 20 Sorten Gerste sowie 26 Sorten Raps getestet. Analog wie im Handel ist das Landesamt als eine Art Stiftung Warentest aktiv, die dem Ver-braucher und Hersteller wissenschaftliche Erkenntnisse liefert.
Die etwa 60 anwesenden Gäste aus Landwirten, Züchtervertretern der Sorten und Bauernverbandsvertreter nutzen die Sortenbesichtigung, um sich die agronomischen Eigenschaften anzuschauen und schon Rückschlüsse ziehen zu können. „Sie können sich vorstellen, dass die Züchter immer ihre Sorten als die beste und widerstandfähigste deklarieren. Umso wichtiger ist es, dass wir neutral und unabhängig prüfen“, fügt Lahr hinzu.
Beim Feldversuch wird jede Parzelle vierfach angelegt und randomisiert, also zufällig auf dem Feld aufgeteilt, damit Versuchsfehler herausgerechnet werden können. Dieser wissenschaftliche Versuch wird mit Exakttechnik geerntet, sobald alles reif ist. „Gerade der Raps ist eine Problemkultur mit den ganzen Insektenproblemen, die den Raps vom Feldaufgang bis fast zur Ernte oder zumindest Blüte schädigen. Daher ist es umso wichtiger, dass wir in den Sortenvergleichen Kandidaten finden, die mit der ein oder anderen Sache besser umgehen, sodass die Landwirte mehr Ertrag und somit mehr Marktleistung erzielen können“, ergänzt Lahr.
Daraus ergeben sich am Ende für die Landwirte spezielle Qualitätseigenschaften. „Beim Weizen ist es etwa die Backqualität oder der Klebeanteil bzw. der Proteingehalt“, erklärt Tom Bauch. Außerdem ist das Hektolitergewicht von Bedeutung, also wie schwer das Korn im Raum ist. Solche Eigenschaften sind Parameter, die ausgewertet werden, und die zeigen, welche Sorte welche Eigenschaften mit sich bringt. Seitens der Genetik verwendet die Agrar T & P GmbH Mockzig im Versuch nur Sorten, die nicht alter als 5 Jahre sind. Der Versuch in Mockzig ist anders als die Landesversuche von einem unabhängigen Dienstleister überwacht. Lahr sieht in diesen Versuchen auch „Schnittmengen, die auch uns im Landesamt zugutekommen. Daher begleiten wir diese Vorstellung immer gern.“
Mittels der Sortenbesichtigung versucht das Thüringer Landesamt auch eine Entscheidungsgrundlage für die hiesige Landwirtschaft der Zukunft zu finden. Lahr: „Im direkten Vergleich kann man schon sehen, die eine Sorte ist standfester als die andere oder länger grün. Auch in der Gesundheit gibt es Unterschiede.“ Nach der Ernte wird sich zeigen, auf welche Sorten sich die Altenburger Landwirtschaftsbetriebe in den kommenden Jahren festlegen werden.
Agrar T & P GmbH Mockzig
BU-Foto 1 (Sortenbesichtigung Mockzig_FEldbesichtigung2):
Feldbesichtigung mit 60 Gästen aus der Branche und Vertretern des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum.
BU-Foto 2 (Sortenbesichtigung Mockzig_Feldversuch):
Sortensichtung des Feldversuches bei der Agrar T & P Mockzig.
Fotos (2): ©Agrar T&P GmbH Mockzig
