Altenburg. Bürger wandten sich an die KURIER-Redaktion mit der Frage, weshalb am Kreisverkehr Marstall drei Tempoanzeigen installiert wurden und welches Ziel die Stadtverwaltung mit dieser Maßnahme verfolgt.
Wir wandten uns daraufhin mit einem Fragenkatalog an die Presseabteilung der Stadtverwaltung Altenburg. Dabei ging es um die Hintergründe und den konkreten Anlass der Installation, die Zuständigkeiten innerhalb der Stadtverwaltung sowie die Erfassung und Auswertung von Verkehrs- und Geschwindigkeitsdaten. Zudem erkundigte sich die Redaktion nach den Kosten der Geräte und möglichen weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Fußgänger. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Frage, ob die Einrichtung eines Zebrastreifens oder einer vergleichbaren sicheren Querungsmöglichkeit geprüft wird und mit welchen Kosten dafür zu rechnen wäre.
Antwort Stadtverwaltung: Das Thema Verkehrssicherheit nahm in der jüngsten Stadtratssitzung breiten Raum ein. Oberbürgermeister André Neumann informierte darüber, dass die Verwaltung bei den Kreisverkehren eine neue Strategie verfolge. So sollen die Kreisverkehre am Herzog-Ernst-Platz, am Kunstturm und vor dem Edeka-Markt (an der Külz-Straße) durch geeignete Maßnahmen sicherer werden. Nach Einschätzung der Polizei ist der Kreisverkehr am Herzog-Ernst-Platz eine Gefahrenstelle. Bei einer Kontrolle stellten die Beamten im Zeitraum von einer Stunde 30 Verkehrsverstöße fest. Konkret: Die Autofahrer missachteten beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr den Vorrang der Fußgänger. Durch die Einrichtung von Zebrastreifen soll dem Vorrang der Fußgänger hier Geltung verschafft werden. Im Zuge dessen muss auch die Beleuchtung verbessert werden. Der Oberbürgermeister führte aus, dass er gleichartige Regelungen für alle drei besagten Kreisverkehre anstrebe.
Die Umsetzung der Maßnahmen soll in den kommenden beiden Jahren erfolgen, die benötigten Gelder, circa 160.000 Euro, sollen im Doppelhaushalt für die Jahre 2027 und 2028 eingestellt werden.
Die elektronischen Tafeln, die insgesamt circa 5000 Euro gekostet haben, zeigen „Achtung Kinder“ an und sind als eine Art Übergangslösung bis zur Einrichtung der Zebrastreifen gedacht.
Die Anfrage stellte Silke Konzag.
