Altenburger Land. Der Bau des neuen Notfallzentrums am Klinikum Altenburger Land ist sichtbar weit fortgeschritten. Von außen deutet bereits vieles darauf hin, dass die Arbeiten in die entscheidende Phase gehen. Der KURIER hat deshalb bei der Presseabteilung des Klinikums Altenburger Land nachgefragt, um Näheres zu erfahren.
Wie ist der aktuelle Stand der Bauarbeiten und welche wesentlichen Arbeiten stehen noch aus?
An der Baustelle Integriertes Notfallzentrum (INZ) sind die Gerüste gefallen. Gut sichtbar sind nun die Anbauten: die neue Fahrzeughalle für die Rettungsdienste, der Lichthof als neuer Eingangsbereich in das INZ sowie der zusätzliche Übergang zum Klinkum am Wirtschaftshof für ambulante Patienten.
Auch die Außenanlagen nehmen deutlich Gestalt an. Im Innenbereich sind die Pläne umgesetzt. Die neuen Strukturen des INZ sind nun im Maßstab 1:1 sichtbar.
Insbesondere die aufwändige Anbindung der Haustechnik wie Lüftung, Wasser, Abwasser, Heizung und insbesondere die medizinischen Gase werden ins vorhandene Hausnetz ein – und angebunden, was abschnittsweise und in zeitlich genauer Abstimmung mit verschiedenen Bereichen erfolgen muss, um den Klinikablauf nicht zu gefährden.
Welche konkreten Verbesserungen erwarten Sie durch den Neubau für die Notfallversorgung und für die Abläufe im Klinikum?
Mit dem neuen Integrierten Notfallzentrum erwarten wir vor allem klarere und zielgerichtetere Abläufe in der Notfallversorgung. Künftig soll bereits bei der Ersteinschätzung entschieden werden, welche Versorgung die Patientinnen und Patienten tatsächlich benötigen. Wer ambulant behandelt werden kann, wird direkt in die entsprechende Versorgung beziehungsweise Portalpraxis weitergeleitet. Patientinnen und Patienten, bei denen eine stationäre Behandlung notwendig ist, können entsprechend in die weitere klinische Versorgung übernommen werden. Dadurch lassen sich die Wege besser steuern und unnötige Wege werden vermieden.
Ein weiterer wichtiger Vorteil sind die räumlichen Bedingungen. Das neue INZ bietet mehr Platz und liegt in unmittelbarer Nähe zu wichtigen diagnostischen Bereichen wie CT und MRT. Auch der Hubschrauberlandeplatz befindet sich direkt angrenzend. Das verkürzt Wege – sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für unsere Mitarbeitenden – und erleichtert insbesondere bei zeitkritischen Notfällen die Abläufe.
Zugleich wird die neue Notfallaufnahme von außen besser wahrnehmbar und leichter zu finden sein. Auch für den Rettungsdienst verbessern sich die Bedingungen durch eine übersichtlichere und besser geregelte Zufahrt. Insgesamt erwarten wir deshalb eine deutlich strukturiertere, schnellere und für alle Beteiligten besser organisierte Notfallversorgung.
Die Anfrage stellte Silke Konzag.
