Kriebitzsch. Seit 2023 wird in Kriebitzsch der grundhafte Ausbau der Medieninfrastruktur schrittweise umgesetzt. Dabei werden insbesondere die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert und weitere Bereiche der Ortslage an die zentrale Infrastruktur angeschlossen. Der KURIER befragte dazu die Verwaltungsgemeinschaft Rositz und den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL).
Welchen aktuellen Stand hat die grundhafte Sanierung der Medieninfrastruktur in Kriebitzsch und in welchen Bereichen stehen die notwendigen Erschließungsbeziehungsweise Anschlussarbeiten noch aus?
Verwaltungsgemeinschaft Rositz: Die Gemeinde Kriebitzsch ist für den grundhaften Ausbau der Medienstruktur nicht zuständig.
Der Breitbandausbau im Rahmen des „Weißen-Flecke-Programms“ hat die Gemeinde Kriebitzsch nur in wenigen Bereichen berührt, da die Ortslage nahezu flächendeckend mit mindestens 50 Mbits versorgt ist. Für den Ausbau dieser Infrastruktur und die entsprechenden Hausanschlüsse ist der Zweckverband Altenburger Land zuständig. Die Gemeinde beteiligt sich in der Regel bei entsprechenden grundhaften Ausbau mit Gehweg, Fahrbahn, Straßenbegleitgrün bzw. Straßenbeleuchtung.
Folgende Gemeindestraßen Kriebitzsch sind bereits vollständig grundhaft ausgebaut: Teil der Hauptstraße, Zechauer Straße, Teil der Kirchgasse, Otto-Engert-Straße, Wiesenstraße, Rositzer Straße, OT Zechau komplett (außer Teil der Kreisstraße)
Geplant sind in Zukunft folgende Gemeindestraßen: Mittelstraße, fehlender Teil der Kirchgasse. Der Orstteil Altpoderschau wurde bisher vom ZAL nicht beplant. Bei weiteren Rückfragen müssten Sie sich bitte an den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Nobitz OT Wilchwitz wenden.
Antwort des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL):
Im III. Quartal dieses Jahres wurde die seit Juli 2023 laufende Komplexbaumaßnahme zur abwassertechnischen Erschließung mit teilweiser Erneuerung der vorhandenen Trinkwasserleitungen abgeschlossen. Die Baumaßnahme umfasste insgesamt folgende Teilabschnitte (siehe Antwort VG Rositz). Im Bereich der Kirchgasse sind derzeit noch Restarbeiten auszuführen.
Die Gesamtkosten der Komplexbaumaßnahme belaufen sich auf rund 2,8 Mio. € für die Abwasserentsorgung, davon entfallen etwa 1,4 Mio. € auf Fördermittel. Für die Trinkwasserversorgung wurden rund 300.000 € investiert.
Die Baumaßnahme verlief weitestgehend planmäßig. Der vorgesehene Kostenrahmen konnte eingehalten werden. Zu zeitlichen Verzögerungen kam es insbesondere aufgrund zusätzlicher Leistungen für Dritte innerhalb des Baufeldes.
Bereits in den Jahren 2021/2022 wurde die Abwasserpumpstation einschließlich der Abwasserdruckleitung nach Rositz realisiert. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 900.000 €, wovon etwa 500.000 € durch Fördermittel gedeckt wurden.
Für die kommenden beiden Jahre ist die abwassertechnische Erschließung der Mittelstraße, der Kirchgasse und des Neuen Weges vorgesehen. Die hierfür erforderlichen Fördermittel wurden bereits beantragt. Voraussetzung für die Umsetzung der Maßnahme ist ein positiver Fördermittelbescheid. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf rund 1,4 Mio. €, davon werden voraussichtlich etwa 700.000 € durch Fördermittel finanziert. Im Zuge der Maßnahme sollen teilweise auch die vorhandenen Trinkwasserleitungen erneuert werden.
Nach Fertigstellung dieser Maßnahme ist frühestens ab dem Jahr 2029 die abwassertechnische Erschließung der Poderschauer Straße einschließlich des Anschlusses an die Hauptstraße vorgesehen. Mit Abschluss dieser Maßnahme wäre der südliche Bereich der Ortslage Kriebitzsch (Ortskerns) an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen. Die Erschließung des nördlichen Bereichs von Kriebitzsch ist voraussichtlich ab dem Jahr 2030 vorgesehen. Für die genannten weiteren Maßnahmen wird der ZAL insgesamt nochmals rund 3,1 Mio. € investieren.
Die Anfrage stellte Silke Konzag.
