Nobitz/OT Klausa. Bürger haben uns eine Fotografie übermittelt, die Abladetätigkeiten mithilfe eines Schwerlastkrans in der Wohnblockanlage „Am Leinawald“ zeigt. Daraufhin wandten wir uns an die AWG Wohnungsgenossenschaft eG Altenburg als Bauherrin, vertreten durch Thomas Nündel, kaufmännisches Vorstandsmitglied der Genossenschaft, der unsere diesbezüglichen Fragen beantwortete.

Antwort der AWG: Das Wohngebiet in Klausa besteht seit den 1960er-Jahren mit insgesamt 96 Wohnungen. Wir haben vor fünf Jahren einen Leerstand von nahezu 50 Prozent verzeichnet und beschlossen aufgrund der Lage und auch individuellen Nachfrage einen Investitionsprozess in Gang zu setzen, welcher mittlerweile einen siebenstelligen Euro-Betrag erreicht hat.

Bis heute haben wir 17 Balkonanlagen mit je drei Balkonen angebaut. Außerdem wurden unzählige Wohnungen vorgerichtet und modernisiert. Der Leerstand hat sich halbiert und das Wohngebiet konnte u.a. mit jungen Familien belebt werden.

Welche Maßnahme wird aktuell in Klausa umgesetzt?

Aktuell werden wieder zwei Balkonanlagen mit je drei Balkonen an den Wohnungen des Hauseinganges „Am Leinawald 34a“ angebaut. Zurzeit ist noch eine freie Wohnung zur Anmietung verfügbar.

Welchen zeitlichen Rahmen wird die Maßnahme einnehmen, und sind weitere Arbeiten an den Wohnblöcken geplant? 

Die Baumaßnahme wird im Mai 2026 abgeschlossen. Weitere Vorhaben bestehen nicht. Jedoch werden bei einer Neuvermietung die Wohnungen modernisiert und zeitgemäß vorgerichtet.

Mit welchen finanziellen Kosten rechnen Sie als Unternehmen für diese Modernisierungen?

Die Bauleistung für die zwei Balkonanlagen belaufen sich brutto auf etwa 110 TEUR.

Welche Firmen sind daran beteiligt?

Die Balkonanlage wird durch die Firma Dietrich Rinke GmbH (Nobitz) ausgeführt. Für die Balkontüren wurde die Tischlerei Rösler (Nobitz) beauftragt. Für die Verlegung der Heizkörper war die Firma Mehageno (Ehrenhain) zuständig. Die Gesamtmaßnahme wurde von dem Ingenieurbüro Daniel & Partner (Altenburg) koordiniert.

Wenn Sie in die Zukunft blicken: Welche Entwicklungen oder Projekte sind für diese Wohnanlage vorgesehen?

Die Photovoltaikanlagen auf der linken Seite (Luftaufnahme) sind nicht unser Eigentum, sondern die Dachflächen sind verpachtet an einen Dritten. Nach Ablauf einer Bindefrist in etwa vier Jahren bestehen jedoch erste Gespräche zur Nutzung als Mieterstrommodell.

Außerdem prüfen wir eine Modernisierung der Heizungsanlage im Wohngebiet. Dies ist abhängig von Wirtschaftlichkeit und Zukunftsprognose.

 

Die Anfrage stellte 

Silke Konzag.

Foto: Mario Jahn