Schmölln/OT Nöbdenitz. Dieser Blick über den Zaun bietet sich abendlichen Besuchern des Miniaturdorfes Klein Nöbdenitz seit dem Saisonstart am Sonntag, dem 29. März 2026.

Noch stimmungsvoller war das Bild jedoch zum ersten Nachtfahren der Gartenbahnzüge am Gründonnerstag. Anlässlich der Osterfeuer der FFW Untschen hatte der neu gegründete Verein Miniaturdorf Klein Nöbdenitz dazu eingeladen. Durch das jetzt mit einer festen elektrischen Beleuchtung versehene Minidorf fuhren mehrere beleuchtete, vereinseigene Personenzüge. Ergänzt wurden diese durch mehrere  Güterzüge. Leider ist die mit 100m Gleislänge großzügig bemessene Anlage seit dem Saisonstart schon wieder an ihre Grenzen gekommen.

Dieser fand wie gewohnt am letzten Märzwochenende statt. Am Samstag hatten wir traditionell alle Aktiven und Sponsoren zum Grillen eingeladen. Weit über hundert interessierte Gäste und zufällige Besucher kamen trotz kühlem Wetter auf unsere Anlage. In einer kurzen Rede wurden die vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr nochmal  beleuchtet und ein Ausblick auf Kommendes gegeben.

Neben einem völlig neu geschaffenen nach Modell, der ehemaligen Bäckerei in der Bahnhofstraße, wurden auch einige grundlegend restaurierte Modelle vorgestellt. Als besondere Überraschung erfolgte die Übergabe von zwei Skulpturen aus Keramik durch eine engagierte und begabte Hobbykünstlerin aus Drosen. Diese hatte in kurzer Zeit die in Nöbdenitz allseits bekannte Sau sowie den Waldgeist, der vor der Kita steht, in hoher Qualität aus Ton gestaltet. Wenn die hinter dem „Sauplatz“ stehende ehemalige Gärtnerei als Modell fertig ist, soll das Modell seinen Standort dort finden.

Als weiteres Highlight des Nachmittags sollte die Jungfernfahrt des neu geschaffenen und von acht regionalen Sponsoren finanzierten Containerzuges stattfinden.

Mit Erstaunen und großer  Freude stellten wir fest, dass dieser nicht nur jetzt neun Waggons hatte, sondern auch von einer völlig neuen Lok gezogen wurde. Diese wurde nur eine Woche vorher vom Sponsor aus Großstechau gekauft und mit einer professionellen Lackierung und Logos der Kieswerke Starkenberg versehen. Diese „Ludmilla“ ist eine weitere Lok, die auf der Strecke Glauchau–Erfurt regelmäßig zu sehen war oder noch sind. Sie passt hervorragend in unseren bisherigen Fuhrpark und bietet zusammen mit unserem vor dem fünf Meter langen Zug einen beeindruckenden Anblick. Da sie in der Größe deutschlandweit einzigartig ist, dürfte sie nicht nur zahlreiche Modellbahnfans anziehen, sondern könnte auch als Modell für eine Serienfertigung dienen. Hier ein herzlicher Dank an den Sponsor, der leider nicht persönlich kommen konnte.

Am Sonntag erfolgte dann der offizielle Saisonstart. Bei schönem Wetter kamen wieder über 100 interessierte Besucher und ließen sich die Roster und Steaks schmecken. Bei interessanten Gesprächen und kleinen Führungen wurde die Wertschätzung unserer ehrenamtlichen Arbeit deutlich. Das gibt Mut und Kraft für weitere Projekte. Einer der Pläne sieht ja eine fünftägige Werbefahrt mit zwei bis drei Oldietraktoren, quer durch Thüringen nach Eisenach vor. Diese soll am Himmelfahrtstag starten. Mitfahren sollen auch mehrere E-Bikefahrer, die die älteren Traktoristen evtl. auch mal ablösen könnten. 

Der Diesel soll ebenfalls gesponsert werden. Übernachtet wird in Pensionen in Weimar und Eisenach. Eventuell wird es einen Zwischenstopp im MDR-Funkhaus in Erfurt geben. Auf dem mitgeführten historischen Pferdeschlitten können Gäste Teilstrecken mitfahren. Text/Foto:Günter Effenberger

Verein Miniaturdorf 

Klein Nöbdenitz