Windischleuba/OT Pähnitz. Bürger übermittelten der KURIER-Redaktion die abgebildeten zwei Schnappschüsse aus Pähnitz und Ehrenberg. Unbekannte haben an einem Tempo-30-Verkehrsschild ein T-Shirt mit der Aufschrift „Mein letztes Hemd“ befestigt.

Da uns zu dieser Aktion keine weiteren Informationen vorlagen, recherchierten wir im Internet. Dabei stießen wir auf Hinweise, die nach Schleswig-Holstein führten. In der Online-Ausgabe der „Hamburger Morgenpost“ vom 21. Juli 2026 berichtet der Journalist Joshua Hirschfeld unter der Überschrift „Aktion ‚Das letzte Hemd‘: Wer die Köpfe hinter den Ortsschild-Protesten in SH sind“ über die Hintergründe. Da der Artikel wertende Formulierungen enthält, haben wir die wesentlichen Informationen nachfolgend sachlich und neutral zusam-mengefasst.

Artikelinhalt: Hinter der Aktion „Das letzte Hemd“, bei der weiße T-Shirts an Ortsschildern in Schleswig-Holstein hängen, steht die Initiative „Schleswig-Holstein steht auf“. Sie organisiert sich vor allem über WhatsApp und orientiert sich am „Projekt M1llion“ von Marcel Baldauf. Als Protestgründe nennen Beteiligte die finanzielle Belastung der Bevölkerung, zu niedrige Renten, die Gesundheits- und Rentenpolitik, staatliche Ausgaben im Ausland sowie die deutsche Außen- und Kriegspolitik. Weitere Themen sind die CO₂-Abgabe, Migration, der Rundfunkbeitrag, die Klimapolitik, die Corona-Politik und ein wahrgenommener Mangel an direkter Demokratie und politischer Verantwortlichkeit. Teile der Gruppe äußern zudem Misstrauen gegenüber etablierten Medien. Verbreitet werden die Inhalte über Facebook, TikTok, WhatsApp und das alternative Medium AUF1; Baldauf wurde außerdem von Ignaz Bearth interviewt. Mehrere Beteiligte waren bereits bei frühe-ren Protesten und Autokorsos aktiv.  

Silke Konzag