Kriebitzsch. Mehrere Bürger haben uns auf die aus ihrer Sicht problematische Verkehrssituation in der Wiesenstraße aufmerksam gemacht. Insbesondere die S-Kurve sei sehr unübersichtlich. Ein Gehweg fehlt, parkende Fahrzeuge verengen die Fahrbahn zusätzlich und entgegenkommende Fahrzeuge hätten teilweise kaum Möglichkeiten auszuweichen. Nach Angaben der Anwohner sind dort regelmäßig auch Kindergartengruppen zu Fuß unterwegs. Uns wurden dazu Foto- und Videoaufnahmen zugesandt (Fotos im Anhang).
KURIER wollte wissen:
Ist der Verwaltung die Verkehrssituation in der Wiesenstraße bereits bekannt und wurde sie bereits geprüft? Falls ja, zu welchem Ergebnis kam die Prüfung und welche Maßnahmen wurden bislang umgesetzt beziehungsweise aus welchen Gründen unterblieben diese? Welche Möglichkeiten bestehen, die Situation insbesondere für Fußgänger zu verbessern, und kommt die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs grundsätzlich in Betracht? Welche Voraussetzungen wären hierfür zu erfüllen und mit welchen voraussichtlichen Kosten wäre zu rechnen? Zudem wird um Auskunft gebeten, wer diese Kosten zu tragen hätte und welche Förder- oder Finanzierungsmöglichkeiten bestehen, falls die Gemeinde Kriebitzsch die erforderlichen Mittel nicht selbst aufbringen kann.
Verwaltungsgemeinschaft Rositz: Die Verkehrssituation in der Wiesenstraße ist der Gemeinde Kriebitzsch bekannt. Im Zuge der Straßensanierung wurde unter Beachtung der Verkehrsbedeutung der Straße (Anliegerstraße – Sackgasse) eine Mischverkehrsfläche hergestellt. Das bedeutet, dass die Verkehrsfläche der Straße von verschiedenen Verkehrsteilnehmern gemeinsam benutzt wird und das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme gilt. Der Neubau eines Gehweges war aufgrund der geringen Verkehrsbelastung (44 Haushalte in der Wiesenstr./Rositzer Str.) nicht vorgesehen, zumal auch in der Vergangenheit kein Fußweg vorhanden war. Die Wiesenstraße ist derzeit mit der Zone 30 km/h ausgeschildert. Zum Zwecke der weiteren Verkehrsberuhigung hat die Gemeinde Kriebitzsch am 19.06.2025 bei der zuständigen Verkehrsbehörde des Landkreises Altenburger Land einen Antrag auf Errichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches mit explizit ausgewiesenen Parkflächen gestellt. Die Behördenvertreter waren auch zeitnah gemeinsam mit der Polizei zur Begutachtung vor Ort. Trotz mehrfacher Nachfragen der Gemeinde steht eine Entscheidung bis dato noch aus. Insoweit bitten wir Sie, sich an die Verkehrsbehörde des Landkreises zum aktuellen Sachstand zu wenden.
Die Anfrage stellte Silke Konzag.
