Leipzig/Altenburg-Kosma. Fünf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altenburg-Kosma haben am vergangenen Samstag beim Mammutmarsch in Leipzig eine Marathon-Distanz zu Fuß zurückgelegt. Matthias Riedel, Daniel Böhmer, Thomas Kratzsch, Florian Riedel und Winus Pfeifer gingen die 42 Kilometer nicht aus sportlichem Ehrgeiz, sie sammelten mit jedem zurückgelegten Kilometer Spenden für das stationäre Hospiz in Altenburg.

Die Idee zur Aktion stammt von Matthias und Daniel. 

„Wir wollten als Feuerwehr nicht nur unseren Dienst leisten, sondern auch einmal aktiv etwas zurückgeben“, erklärten die Initiatoren. Der Mammutmarsch, bei dem es nicht um Schnelligkeit, sondern ums Ankommen geht, bot sich dafür an. Mit einer geplanten Geschwindigkeit von fünf Kilometern pro Stunde war das Samstags-programm klar – gehen und ankommen.

Früh am Samstagmorgen fiel bei frostigen Temperaturen der Startschuss auf der Leipziger Galopprennbahn Scheibenholz. In ihren gesponserten Allwetterjacken machten sich die fünf Altenburger auf den Weg. Die körperliche Fitness aus dem Feuerwehrdienst half ihnen dabei – doch die eigentliche Motivation kam von woanders: Sie wollten dem Altenburger Hospiz helfen.

Ein konkretes Beispiel trieb das Team an. Eine geplante Deckenmalerei im Bad der Einrichtung konnte aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden. „Wenn wir mit unserer Aktion einen kleinen Beitrag leisten können, wäre das eine schöne Sache“, so Riedel. Die Organisation der Spendenaktion übernahm der Verein „Mein Kosma e.V.“, der die Gelder sammelt und die Übergabe an das Hospiz begleiten wird.

Die Aktion stieß auf breite Unterstützung. Lokale Unternehmen wie die Logopädie Anne Glanz, die Sparkasse Altenburger Land, Sonnenschutz Riese GmbH, FPC Fire Protection Concept GmbH und AGROMIL Agrar GmbH sagten ihre Hilfe zu. Die Jacken sponserte ABG-Net.de (produziert von ISP media e.K.), gestaltet und bedruckt von Pixel Panda Design. Die Startgebühr von 65 Euro pro Person zahlte jeder Teilnehmer selbst.

Am späten Samstagnachmittag erreichte das Team nach rund zehn Stunden erschöpft und stolz, es gemeinsam geschafft zu haben, das Ziel. Jeder gelaufene Kilometer bringt einen Euro für das Hospiz. Eine Leistung, die zeigt, was man mit Entschlossenheit und Teamgeist erreichen kann und die Menschen in schweren Zeiten begleitet.

 

Peter A. Schubert

Fotos: Matthias Riedel

 

BU-Foto (Fünf Kosmaer Feuerwehrmänner1): V.l.n.r.: Winus Pfeifer, Daniel Böhmer und Florian Riedel haben den Mammutmarsch Leipzig 2026 mit 42 Kilometer in etwa 10 Stunden absolviert.

 

BU-Foto (Fünf Kosmaer Feuerwehrmänner2): Bei besten Witterungsbedingungen stellten sich etwa 9.000 bis 10.000 Teilnehmer dem Mammutmarsch Leipzig 2026.