Jena. Beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht in Rositz war bereits zu spüren, wie viel Neugier, Ideenreichtum und Ausdauer in Ostthüringens Nachwuchsforschung steckt. Nun hat sich beim Landeswettbewerb in Jena gezeigt: Viele der dort ausgezeichneten Projekte können auch auf Landesebene überzeugen. Beim 35. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ sowie dem 14. Landeswettbewerb „Jugend forscht Junior“ präsentierten 90 junge Forscherinnen und Forscher insgesamt 42 Projekte unter dem Motto „Maximale Perspektive“. Aus Ostthüringen hatten sich 21 Nachwuchstalente mit 15 Projekten qualifiziert.
Besonders stark fiel erneut das Abschneiden der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region aus. In der Junior-Sparte sicherte sich Danea Lamprecht von der Grundig Akademie Gera mit ihrem Projekt über die stabilste Seifenblase den 1. Platz in Chemie. Ole Böttger vom Friedrichgymnasium Altenburg erreichte mit seinem Projekt zu Wasserstoffperoxid als möglichem Energiespeicher den 2. Platz und erhielt zusätzlich den Sonderpreis Umwelttechnik.
Ebenfalls erfolgreich waren Ferdinand Diez vom Friedrichgymnasium Altenburg mit dem 2. Platz in Mathematik/Informatik, Eddy Lange, Ben Pflugbeil und Paul Schenker vom Evangelischen Gymnasium Mylau mit dem 2. Platz in Geo- und Raumwissenschaften sowie Ole Meißner aus Stadtroda mit dem 3. Platz in Arbeitswelt. Tim Strempel aus Schmölln sowie Charlotte Küper und Lindsey Schmutzler aus Gera wurden zudem mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Auch in der Sparte „Jugend forscht“ setzte Ostthüringen starke Akzente. Emely Belger vom Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz erhielt für ihr Aktivierungsbuch für die Demenzbetreuung den 3. Platz in Arbeitswelt. Joel Kugler, Alexander Rudolf und Florine Dietzsch wurden für ihr Projekt zur Sichtbarkeit der Milchstraße mit dem 3. Platz in Geo- und Raumwissenschaften ausgezeichnet und bekamen zusätzlich den Sonderpreis „Wissenschaftliche Fotografie“. Hayden Lehmann vom Zabel-Gymnasium Gera erhielt für seinen „Second Life Solarspeicher“ einen Sonderpreis für Ressourceneffizienz und Zirkularität. Einmal mehr ragte dabei Ben Waldmann vom Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz heraus. Schon beim Regionalwettbewerb war er mit gleich drei Projekten aufgefallen. Beim Landeswettbewerb gewann er nun mit „HaloGenesis“ den 1. Platz in Physik und mit „SORS“ den 1. Platz in Technik. Für „SORS“ erhielt er darüber hinaus ein Forschungspraktikum beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt am Institut Future Fuels sowie die Teilnahme an der „JugendUnternimmt summer school“ – ein mehrtägiges Intensivprogramm, das Jugendliche dabei unterstützt, innovative Projektideen aus MINT-Bereichen in marktfähige Geschäftsmodelle zu verwandeln. Mit seinem dritten Projekt „AEGIS“ kam außerdem ein Sonderpreis Informatik hinzu. Zwei seiner Arbeiten haben sich damit für den Bundeswettbewerb qualifiziert.
Dass hinter diesen Erfolgen nicht nur große Einzelleistungen, sondern auch starke schulische Förderung steht, zeigte eine weitere Auszeichnung: Das Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz erhielt den Schulpreis 2026 der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen. Auch betreuende Lehrkräfte aus der Region wurden geehrt: Susanne Seupel vom Schülerforschungszentrum Gera und Mathias Thiel vom Schülerforschungszentrum Greiz bekamen Sonderpreise für ihr Engagement.
Damit knüpft der Landeswettbewerb nahtlos an das Bild an, das sich schon in Rositz abgezeichnet hatte: Ostthüringens Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher arbeiten mit erstaunlicher fachlicher Tiefe, viel Kreativität und großem Durchhaltevermögen. Einige von ihnen haben ihre Reise nun noch nicht beendet: Für Ben Waldmann geht es Ende Mai weiter zum Bundeswettbewerb.
WAMM e.V./KV
Foto- KI-assistiert
