Altenburg.  Dem KURIER liegt ein anonymer Hinweis vor, wonach am Lerchenberggymnasium aktuell Limits beim Kopieren gelten sollen und die Versorgung mit Kopierpapier bis zum Schuljahresende zum Problem werden könnte. Der KURIER bittet das Landratsamt Altenburger Land und das Staatliche Schulamt Thüringen um Stellungnahme, wie die Materialversorgung für den Unterricht in den kommenden Wochen gesichert werden soll.

Anfrage an das Landratsamt Altenburger Land

Trifft es zu, dass das Kollegium zuletzt zum sparsamen Umgang mit Kopierpapier aufgefordert wurde und eine weitere Lieferung von Kopierpapier derzeit nicht möglich sein soll? Falls ja: Was ist der konkrete Hintergrund? 

Kopien für den Unterrichtsgebrauch fallen unter die Lehrmittelfreiheit. Trotzdem gilt hier, wie bei allen anderen Ressourcen auch, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Wirtschaftlichkeit. Somit es ist zutreffend, dass das Lehrerkollegium zum sparsamen und wirtschaftlichen Umgang mit Kopien durch die Schulleitung aufgefordert wurde. Dies ist ein üblicher Vorgang und auch seitens des Schulträgers Landkreis Altenburger Land eingefordert. 

Kopierpapier für die Schulen wird jährlich im Frühjahr neu ausgeschrieben. Dazu werden die Bedarfe an den Schulen abgefragt, die Schulen planen diese eigenständig. Die aktuelle Ausschreibung ist im Moment auf den entsprechenden Plattformen veröffentlicht. Nach Abschluss des Vergabevorganges erfolgt die Auslieferung an die Schulen. Dies findet aller Voraussicht nach Ende April bis Mai 2026 statt. 

Welche Einschränkungen gelten derzeit für Lehrkräfte beim Kopieren, insbesondere bei Schwarzweiß- und Farbkopien? 

Es gilt der wirtschaftliche Umgang mit dem Anfertigen von Kopien für den Unterricht und die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften, zum Beispiel keine Komplettkopie von Arbeitsheften, Büchern etc. Alle Schüler und Schülerinnen verfügen ebenfalls über unterrichtsbezogene Arbeitshefte und Schulbücher. Weiterhin werden in den Schulen diverse Klassensätze von Lehrbüchern, Fachbüchern oder Literatur vorgehalten. Dies ist natürlich vorrangig vor einer Kopie aus anderen Lehrmitteln zu nutzen. 

Reicht der aktuelle Bestand an Kopierpapier nach Einschätzung der Schule bis zum Schuljahresende aus? Falls nicht: Welche Lösung ist vorgesehen um Unterrichtsmaterialien dennoch verlässlich bereitzustellen? 

Die Schulen planen den Kopierpapierbedarf eigenständig. Sollte wider Erwarten der vorhandene Vorrat bis zur neuen Lieferung( Ende April bis Mai 2026) aufgebraucht sein, wird gemeinsam mit dem Schulträger eine Lösung gefunden. 

Anfrage an die Poststelle Ostthüringen des Thüringer Schulamtes

1. Liegen dem Staatlichen Schulamt Hinweise oder Beschwerden zu Einschränkungen bei der Kopierversorgung am Lerchenberggymnasium Altenburg vor?

2. Ist dem Schulamt bekannt, dass Lehrkräfte dort zum sparsamen Umgang mit Kopierpapier bis zum Ende des Schuljahres aufgefordert wurden mit dem Hinweis, eine weitere Lieferung sei derzeit nicht möglich?

3. Welche Vorgaben gelten in der derzeitigen haushaltslosen Zeit für die Beschaffung von Kopierpapier und anderen Unterrichtsmaterial an staatlichen Schulen?

4. Falls die vorhandenen Bestände nicht ausreichen sollten: Welche Möglichkeiten bestehen für die Schule, dennoch die Versorgung des Unterrichts sicherzustellen?

Eine Antwort des Staatlichen Schulamts Thüringen lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Sollte die Behörde noch Stellung nehmen, wird der KURIER diese veröffentlichen.

Die Anfrage stellte

Anne Grahneis.

 

Foto: KI-assistiert